Ecken-Check: An einer Ecke im April

Das Licht liecht da wie einst der gute Goethe. Der Kern des April offenbart sich uns in der kognitiven Dissonanz aus sichtbaren Sonnenstunden und kribbelnder Kälte. Ist doch bloß die Rache eines vernachlässigten Monats. Vergessene Zeit zwischen März und Mai. Hat er kein eigenes Wetter und versucht doch alles, um zu aprillieren mit seiner Kombinationskunst. Doch wir verdrängen ihn nur mit dem Wolkenschieber, unsere Finger strecken aus nach den Tagen des März die hießen „Frühling“, unsere Geister schon im Mai. Wollen neu machen allerlei. Doch ist es wie die schöpferische Zerstörung der Renaissance: Der Mai kann nichts neu machen, wo der April keine Leere hinterließ.


Ein Gedanke zu “Ecken-Check: An einer Ecke im April

  1. Wisst ihr eigentlich, dass unser Nationalgenie J.W. Goethe am Ende seiner Tage nicht etwa sagte „mehr Licht“, sondern seine Absicht eigentlich war, auf sächsisch zu sagen „mr lischt (liegt)hier so schlescht“, nur dass nach dem zweiten Wort sein Lebenslicht erlosch und die Nachwelt so zu der Ansicht kam, er sei mit den immer wieder zitierten Worten aus dem Leben geschieden.

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